Kandinsky wird lebendig

Kandinsky wird lebendig

Wassily Kandinsky, der große russische Maler und Vorreiter der abstrakten Kunst, war in den letzten Wochen regelmäßig zu Gast in der Schillerschule. Nun mag man einwenden, dass der gute Mann schon 75 Jahre tot ist, aber im Rahmen des Langzeitprojektes "artist in school" erweckten ihn die Drittklässler gemeinsam mit der Künstlerin Eva Balogh zu neuem Leben, und das gleich in mehrerlei Hinsicht.

So befassten sich die Grundschüler ausführlich mit dem Leben des Künstlers, der schon früh seine besondere Begabung entdeckte, Farben hören und Klänge sehen zu können, was letztlich auch dazu führte, dass er den Beruf des Rechtsanwalts aufgab und sich ganz der Malerei widmete. Die Schillerschüler überlegten sich kleine Theaterszenen zu Kandinskys Leben und spielten diese mit selbst hergestellten Stabmasken, dabei vermochten sie sich erstaunlich gut in die handelnden Personen einzufühlen und zeigten bemerkenswerte schauspielerische Fähigkeiten.

Aber selbstverständlich beschäftigen sich die Kinder auch mit einigen Werken Kandinskys und gestalteten zunächst DIN-A4-Bilder mit Buntstiften sowie kleine schwarze Scrap-Papiere, aus denen einige Formen herausgekratzt wurden. Anschließend durften die Schüler im Kunstraum auf großem Format mit Ölpastell- bzw. Zuckerkreide eigene abstrakte Werke schaffen (siehe Foto), was sie mit großer Begeisterung taten. Die entstandenen Ergebnisse zeigten, wie sehr es sich auszahlen kann, wenn man sich einem Maler auf so vielfältige Weise nähert. Möglich wird dieser besondere Kunstunterricht durch das Projekt "artist in school", im Rahmen dessen die Künstlerin Eva Balogh langfristig und zusammen mit den Klassenlehrkräften alle dritten Klassen der Schillerschule unterrichtet. Ein riesiges Dankeschön gebührt dabei dem Lionsclub Karlsruhe-Zirkel, der hierfür mit seiner äußerst großzügigen Spende die Voraussetzung schafft.