Miteinander statt gegeneinander

Miteinander statt gegeneinander

Besonderen Besuch erhielten vor zwei Wochen die Werkrealschüler der Schillerschule. Wie gebannt hörten die Jugendlichen Christoph Rickels zu, dessen Leben sich im wahrsten Sinne des Wortes schlagartig verändert hatte. Aus einem völlig nichtigen Grund war er seinerzeit in eine Schlägerei verwickelt, infolge derer er vier Monate im Koma lag. Trotz schwerer Behinderungen kämpfte er sich danach ins Leben zurück und gründete das Projekt "first togetherness", im Rahmen dessen Christoph Rickels u.a. auch in Schulen unterwegs ist und Jugendliche davon überzeugen möchte, wie viel besser es ist, miteinander statt gegeneinander zu agieren.

Das haben die Schillerschüler so ähnlich natürlich auch schon oft von ihren Lehrern gehört, aber hier lauschten sie nun einem jungen Menschen, der seine eigene Geschichte erzählte und der eigentlich so viele ganz andere Pläne für sein Leben hatte. Christoph Rickels sprach über das vor allem unter männlichen Jugendlichen verbreiteten Machogehabe und warf die Frage auf, ob dies denn wirklich "cool" sei. Dabei verwies er auch auf das Gebaren mancher YouTube-Protagonisten und auf die Texte einiger Rapper, in denen Gewalt und Beleidigungen als scheinbar normale Verhaltensweisen dargestellt werden. Es war im Raum förmlich greifbar, wie gut es Christoph Rickels durch seine offene und authentische Art gelang, die Schüler der Klassenstufen 7 bis 10 zum Nachdenken zu bringen. Insofern war diese Veranstaltung eine hervorragende Ergänzung zum erfolgreichen Gewaltpräventionsprogramm der Schillerschule.