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Kling hinaus ins Weite ...

  • Veröffentlicht: Sonntag, 12. Mai 2019 20:32
  • Geschrieben von J.Forcher
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Eine ganze Grundschule steht auf der Bühne

Noch lange stand ein großer Teil des Publikums am vergangenen Freitag vor der Schlossgartenhalle. Alle hatten ein beseeltes Lächeln auf dem Gesicht und man wollte noch nicht auseinander gehen, sondern das gemeinsam Erlebte zusammen in sich nachklingen lassen. Hier musste etwas Besonderes geschehen sein.

Foto: Malte Wilhelm-Bachmann

 

Die gesamte Grundschule der Schillerschule, etwa 270 Kinder, war zuvor auf der Bühne gestanden und bildete einen riesigen Chor unter der Leitung der Vokalpädagogin Friedhilde Trüün und begleitet vom Frank Schlichter Ensemble. Eine ganze Woche lang hatten sich die jungen Sängerinnen und Sänger zuvor unter dem Titel „Sing Romantik“ mit Melodien aus dem 19. Jahrhundert beschäftigt, die mit kindgerechten und zu den Stücken passenden Texten versehen waren. So wurde aus dem „Fröhlichen Landmann“ von Robert Schumann ein tierisches Konzert auf einem Bauernhof, in Guiseppe Verdis Gefangenenchor aus „Nabucco“ baten alle flehentlich um Freilassung und als mitreißendes Finale erzählte der Ungarische Tanz von Johannes Brahms die Liebesgeschichte von Natascha und Sascha. Am Ende des etwa 80minütigen Programms brandete nicht enden wollender Beifall auf und wer sich umschaute, konnte auch die eine oder andere Träne in den Augen vieler Zuhörer entdecken – die Musik und die Kinder hatten nicht nur die Ohren, sondern auch die Herzen des Publikum erreicht.

Das Projekt hatte eine lange Vorbereitungszeit erfordert: Bereits vor zwei Jahren begann Grundschullehrerin Christine Rauscher in Zusammenarbeit mit Friedhilde Trüün und mit Schulleiterin Stefanie Wagner mit den Planungen. „Sing Romantik“ wird normalerweise ausschließlich mit dritten Klassen und als Kooperation mehrerer Schulen durchgeführt, aber hier war das Konzept ein anderes - erstmals stand eine gesamte Grundschule von Klasse 1 bis 4 auf der Bühne. Dies machte sowohl organisatorisch als auch inhaltlich viele Vorüberlegungen, Änderungen und Anpassungen nötig. Groß war überdies auch der finanzielle Aufwand des Vorhabens und ohne die Unterstützung der Bürgerstiftung Ettlingen, der Stadtwerke Ettlingen und des Fördervereins der Schillerschule wäre diese Veranstaltung undenkbar gewesen.

Friedhilde Trüün ist als Kinderchorpädagogin bundesweit bekannt und wer sie bei der Arbeit mit Grundschülern erlebt, der weiß, warum dies so ist. Sie versteht es wie keine zweite, mit ihrer Präsenz und Ausstrahlung die Kinder in ihren Bann zu ziehen und mit ihrer Begeisterung für die Musik anzustecken. Vier Tage lang probte sie in der Turnhalle der Schillerschule jeweils den gesamten Vormittag mit den Schillerschülern, die in drei große Gruppen von je etwa 100 Kindern eingeteilt waren. Parallel zum Unterrichtsalltag war dies für die jungen Sänger eine nicht zu unterschätzende Anforderung, aber Friedhilde Trüün vermochte es mit großem Einfühlungsvermögen und pädagogischem Geschick, die Kinder bei der Stange zu halten und zu musikalischen Leistungen zu führen, die alle zum Staunen brachten. Dabei arbeitete sie während des Singens durchgehend mit Bewegungen zu Text und Artikulation, die es überhaupt erst ermöglichten, ein Programm von 13 Liedern in so kurzer Zeit und ohne Textblätter mit den Schülern zu erarbeiten. Und immer wieder zwischendurch streute Friedhilde Trüün kleinere Motivationseinlagen ein, die gleichzeitig unmerkliche Einsing- und Stimmbildungsübungen waren. Unterstützt wurde sie von Traute Schansker, die ihr am Klavier als Korrepetitorin zur Seite stand, und natürlich vom Lehrerkollegium der Schillerschule.

Am Freitagvormittag schließlich stieß dann auch das Frank Schlichter Ensemble dazu, eine vierköpfige Jazzband mit dem Namensgeber am Klavier sowie Alexander Bühl (Saxophon), Veit Hübner (Kontrabass) und Felix Schrack (Schlagzeug). Mit dieser professionellen Begleitung fand die Generalprobe in der Schlossgartenhalle statt, was noch einmal einen merklichen Schub in die finale Vorbereitungsphase brachte. Spätestens nach der kurzen und allerletzten Probe am Nachmittag stiegen die Nervosität und die Vorfreude auf Seiten der Kinder und auch bei den beteiligten Erwachsenen noch einmal merklich an. Die eigens bedruckten T-Shirts wurden übergestreift, noch ein letzter Gang zur Toilette, und dann folgte der Weg auf das große, neunstufige Podest, das auf der Bühne aufgebaut war. Die Schlossgartenhalle war mittlerweile voll besetzt und auch hier blickten alle gespannt dem Ereignis entgegen. Die Ticketnachfrage im Vorfeld war so groß gewesen, dass man die Halle zwei- oder dreimal hätte füllen können.

Die Erstklässler der Schillerschule eröffneten den Abend mit drei Liedern und begeisterten das Publikum mit ihrem Engagement und ihrer Freude am Singen. Bei „Ich brauche kein Orchester“ animierten sie die Besucher mit Erfolg zum Mitmachen. Die Moderation des Konzerts lag in den Händen von Sena und Maximilian, die den Gästen zunächst den Begriff „Romantik“ durch einen eindrücklich vorgetragenen Vergleich mit der heute gebräuchlichen Sprache näher brachten. Und dann verzauberten die Kinder mit den Texten von Heinrich Heine und Joseph von Eichendorff sowie mit den Melodien von Friedrich Smetana und Felix Mendelssohn-Bartholdy mehr und mehr ihr Publikum. Die Soloeinlagen von Amina und Rafael waren hinreißend vorgetragen und nachdem Kjell den aufmerksamen Zuhörern die Geschichte von Wilhelm Tell erzählt hatte, führte der ganze Chor zu den Klängen von Gioachino Rossini eindrücklich vor, wie der Schweizer Volksheld zunächst mit dem Landvogt Gessler stritt und seinem Sohn hernach mit der Armbrust den Apfel von der Birne schoss. Die ganze Halle war Teil des Geschehens und sang bei zwei Liedern kräftig mit.

Das Konzert war der krönende Abschluss einer musikalischen Woche, an die sich alle Beteiligten noch lange erinnern werden. Und so klingt dieser Abend „hinaus ins Weite“, wie einst Heinrich Heine schrieb und wie nun am Freitag die Schillerschüler sangen, das Konzert wird nachklingen und versinnbildlichen, dass Musik die Menschen zusammenführt und gemeinsame Erlebnisse schafft, die bleiben. Der Dank hierfür gebührt Christine Rauscher und Friedhilde Trüün sowie allen ihren Mitstreitern, die sie für dieses Projekt begeistern und gewinnen konnten, und natürlich der Bürgerstiftung Ettlingen, den Stadtwerken Ettlingen und dem Förderverein der Schillerschule, die durch ihre großzügige Unterstützung dieses großartige Projekt erst möglich gemacht haben.

 

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