Schillerschule Ettlingen unterstuetzt AWO und Evangelisches Alten-und Alten-Pflegeheim Ettlingen – Lockdown – start printing!

Vergangene Woche konnte die Schillerschule die erste Produktion an „faceshields“ ausliefern, die mit dem schuleigenen 3D-Drucker, der sonst in den Fächern Technik und Informatik zum Einsatz kommt, hergestellt wurden. Im Unterricht werden z.B. Kugleschreiberteile, Schlüsselanhänger, aber auch zahlreiche Ersatzteile für Dies und Jenes gedruckt, wobei schulisch gesehen, die Vermittlung von 3D-CAD-Kenntnissen im Vordergrund steht. Durch die coronabedingte Schulschließung werden nun bedarfsorientiert Kopfringe, in die eine austauschbare Folie eingehängt wird mit dem 3D-Drucker hergestellt. Etwa 18 Stunden pro Tag ist der Drucker der Schillerschule, der seither im Homeoffice-Zimmer eines Lehrers steht, im Einsatz. So können pro Tag 3 „faceshields“ produziert werden.

   

       

Schulen des Projekts „3D-erleben“, wie zum Beispiel die Louis-Lepoix-Schule Baden-Baden, die Gemeinschaftsschule Jettingen, die Josef-Durler-Schule-Rastatt oder die Gewerbeschule Lörrach sowie Medienzentren mit Makerspace wie das Kreismedienzentrum Main-Tauber-Kreis, das Kreismedienzentrum Ravensburg und das Kreismedienzentrum Zollernalbkreis gemeinsam mit der Philipp-Matthäus-Hahn Schule Balingen und nun auch die Schillerschule Ettlingen drucken Gesichtsmasken, die an verschiedenen Orten im Land im Einsatz sind, wie hier in Ettlingen in den bereits erwähnten Pflegeheimen.

Herr Obele, Einrichtungsleiter des Franz-Kast-Haus begrüßt die Kooperation mit der Schillerschule sehr.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Pflegeeinrichtungen sind zur Zeit enormen Belastungen ausgesetzt. Zum einen durch aufwendige Schutzmaßnahmen und zum anderen durch die Sorge sich selbst infizieren zu können.

Aus der Aktion geht gegenseitige Wertschätzung hervor. Dies ist das ganze Jahr über wichtig, aber zu „Corona – Zeiten“ ganz besonders. Herzlichen Dank der Schillerschule Ettlingen.                                                                                                                                                                      

„Solche Geschichten zeigen exemplarisch, wie groß der Zusammenhalt in der Gesellschaft ist und was unsere Lehrerinnen und Lehrer dazu beitragen“, sagt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann und fügt an: „Die Schulschließungen verlangen von ihnen ohnehin schon viel ab, und da beeindruckt es umso mehr, dass solche gemeinnützigen Ideen entstehen und auch die damit verbundene zusätzliche Arbeit das Engagement keineswegs mildert. Das ist in diesen Zeiten nicht nur ungemein wichtig, es ist auch einfach stark.“ 1

Zudem freut es die Ministerin, dass durch Aktionen wie diese den Schülerinnen und Schülern noch einmal konkret verdeutlicht wird, was sie beispielsweise im Rahmen des Projekts 3D-erleben lernen können: „Nämlich wie man Produkte entwirft und herstellt, die ganz konkret im echten Leben helfen.“ An diesem Beispiel zeigt sich auch, wie sinnvoll solche schulübergreifenden Zusammenarbeiten sind. „Denn die Schulen, die an ,3D-erleben‘ teilnehmen, haben nicht nur die Möglichkeit, zukunftsweisende digitale Technologien selbst auszuprobieren und im Unterricht anzuwenden. Sie profitieren auch von dem Netzwerk und können Innovationen umsetzen und weiterentwickeln. Das zeigt sich nun mit den Gesichtsmasken in einer besonderen Art, wovon auch die Allgemeinheit profitiert.2

 

1 https://3d-erleben.kultus-bw.de/,Lde/Startseite/3D-Druck/Gesichtsschilder+aus+unseren+3D-Druckern

2 https://3d-erleben.kultus-bw.de/,Lde/Startseite/3D-Druck/Gesichtsschilder+aus+unseren+3D-Druckern