Schillerschueler bringen Freude ins Franz-Kast-Haus

Schillerschüler bringen Freude ins Franz-Kast-Haus

Es war eigentlich ein Tag wie jeder andere, eine Lehrerin der Schillerschule legte wie immer zu Fuß den Weg zu ihrem Arbeitsplatz zurück, als sie plötzlich ein "Hallo" hörte - es war eine Bewohnerin des Franz-Kast-Hauses, die oben aus dem Fenster schaute. Sie machte einen einsamen Eindruck, und der Grund dafür lag auf der Hand, denn gerade Pflegeheime müssen sich in der Coronazeit besonders vor Publikumsverkehr schützen. Es folgten ein gemeinsames Lächeln, ein freundliches Winken - und in der gleichen Sekunde war klar, das hier etwas getan werden musste. Schnell fand Malena Hammer-Hartmann in ihrem Kollegenkreis Mitstreiter, die sich zusammen mit ihren Schülerinnen und Schülern Gedanken machten, wie man den Bewohnern des unweit gelegenen Franz-Kast-Hauses eine Freude bereiten könnte.

So machte sich Anfang Dezember die Klasse 1b auf den Weg, die Kinder hatten selbst gebastelte Tütensternchen dabei, die sie der Heimleitung mit Sicherheitsabstand an der Tür übergaben. Für den direkten Kontakt zwischen Jung und Alt musste es reichen, dass die Schulanfänger von draußen etwas vortrugen und man sich gegenseitig am Fenster zuwinkte. Reiner Zufall war es, dass Oberbürgermeister Arnold des Weges kam, dieser war sofort begeistert von der Aktion, knipste ein Foto und veröffentlichte es auf seinem Facebook-Account, so dass plötzlich eine deutlich größere Aufmerksamkeit erzeugt wurde als gedacht. Und die Heimleitung ließ es sich nicht nehmen, sich bei jedem Kind mit einem Schoko-Nikolaus zu bedanken. Auch die Kinder der Klasse 1a beteiligten sich einige Tage später, sie bastelten Nikolauskarten und nahmen ein gemeinsam vorgetragenes Gedicht auf, das dann ans Franz-Kast-Haus geschickt wurde zusammen mit Fotos, auf denen die Kinder ihre Grußkarten präsentierten. Von weiteren Klassen folgen noch Aufstell-Engel, Sterne, Weihnachtskarten ... Ziel ist es, dass am Ende auf jedem Stockwerk und in jedem Zimmer des Pflegeheims etwas Selbstgemachtes aus der Schillerschule zu finden ist, denn während dort auch unter Pandemiebedingungen nach wie vor das pralle Leben tobt, fehlen nicht wenigen älteren Mitbürgern in diesen Zeiten die sozialen Kontakte. Hier ein Zeichen zu setzen, ist ein tolles Signal der jungen Schillerschüler und ihrer Lehrkräfte, eine schöne Botschaft im Advent.