Textiles Werken zum Schuljahresende - und ein Herz fuer die Flutopfer

Textiles Werken zum Schuljahresende - und ein Herz für die Flutopfer

In diesen Tagen geht ein Schuljahr zu Ende, das kein gewöhnliches war und alle Beteiligten - Kinder und Jugendliche sowie Lehrkräfte und Eltern - vor große Herausforderungen stellte. Und ebenfalls für alle Beteiligten gilt, dass man heilfroh war, nach den Pfingstferien wieder in voller Klassenstärke zur Schule gehen zu dürfen. Wer hätte gedacht, dass man die eigentliche Normalität einmal derart zu schätzen lernt. Und so kam dann unter anderem auch Fächern wie Kunst und Werken wieder mehr Bedeutung zu, als dies zu Zeiten der pandemiebedingten Schulschließung im Fernlernen möglich war.

Die Klassen 4b und 4c beispielsweise waren zuletzt sechs Wochen lang mit großem Eifer dabei, Fische zu sticken. Unter Anleitung ihrer Kunstlehrerin Barbara Wipfler schnitten sie zunächst aus sogenanntem Stickgrund die zuvor aufgemalten Fischumrisse aus, um diese dann mit sechs verschiedenen Sticharten zu besticken. Unterstützt wurden die Kinder dabei zusätzlich von Frau Renate Falk, einer pensionierten TW-Lehrerin aus Ettlingen. Die Ergebnisse konnten sich wahrlich sehen lassen und die Schüler waren merklich stolz auf ihre bunten Fische mit den abwechslungsreich gestalteten Mustern und Flossen.

Auch die Parallelklasse 4a war aktiv und stellte zusammen mit ihrer Lehrerin Beate Weiß Armbänder her. Als Material verwendeten sie Paracord, das mit Hilfe von beidseitigen Weberknoten zusammengeknüpft wurde und das mit einer praktischen Klickschnalle am Handgelenk zu schließen ist. Das schmucke Accessoire mit modernem Look stärkt nun das Zusammengehörigkeitsgefühl der Vierer, deren Grundschulzeit jetzt zu Ende geht - Freundschaftsbänder 2.0!

Zusammengehörigkeit empfanden auch die Kinder der Klasse 3a, als sie im Unterricht über die schrecklichen Bilder aus Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sprachen. Schnell kam man überein, dass den Menschen geholfen werden muss, die nach den verheerenden Überschwemmungen vor dem Nichts stehen. So machten sich die Grundschüler am vergangenen Mittwoch mit Spendenkässchen auf den Weg in die Innenstadt und zum Markt, dort stießen sie auf eine überwältigende Spendenbereitschaft und sammelten schließlich unglaubliche 848,60 Euro für die Flutopfer. Welch ein großartiges Signal der Solidarität in dieser Zeit - dazu kann man die jungen Schillerschüler nur beglückwünschen.

So geht es nun in die Sommerferien und alle hoffen gemeinsam auf ein neues Schuljahr, das von mehr Normalität sowie von kontinuierlichem und gemeinsamem Lernen im Klassenzimmer geprägt sein möge. Die Schillerschule wünscht allen einen schönen Sommer und freut sich auf das Wiedersehen im September!