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Chronik

  • Veröffentlicht: Dienstag, 07. Februar 2017 22:12
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 100 Jahre       Schiller-SCHUL-ZEIT

 

„Eine gute Erziehung und Bildung ist das größte Kapital, das der Jugend auf ihrem Lebensweg mitgegeben werden kann; es ist wertvoller und gewinnbringender als Gelder und Güter ... Nicht nur Geld, auch Wissen ist Macht und darum sind die Mittel, die wir für unsere Schulen ausgeben nicht hinausgeworfen, sondern sie sind das Vermögen, mit dem die Gemeinde ihre heranwachsende Jugend ausstattet."1) Mit diesen Worten legte am 22. September 1904 Bürgermeister Häfner auf der im Festschmuck prangenden Baustelle den Grundstein für den Neubau des Mädchenschulhauses.

Dringend notwendig war der Neubau. Das alte Mädchenschulhaus befand sich in einem sehr schlechten baulichen Zustand, die sanitären Verhältnisse waren nicht mehr tragbar und die Schülerinnenzahlen stiegen stetig. 1902 waren sie auf über 500 angewachsen. Sechs Lehrkräfte unterrichteten die Schülerinnen, von denen sich bis zu 80 in einer Klasse drängten. Die Lehrsäle reichten bei weitem nicht aus. Immer wieder musste in andere Räumlichkeiten ausgewichen werden. Trotz aller Anstrengungen beschränkte sich die Unterrichtszeit auf ein Mindestmaß.

Die Ettlinger begleiteten mit großem Interesse den Fortschritt des Neubaus. Reichlich Gesprächsstoff boten die abgefallene Nase der Schillerbüste, die Darstellung Schillers "Lied von der Glocke" mit dem Stadtoberhaupt als Glockengießermeister an den Wänden in der Eingangshalle und die 540,-- Mark teuere Bronzetafel im Treppenhaus des Neubaus.

1906       Schiller-SCHUL-ZEIT     1926

 

Stimmungsvoll nahmen am 10. Mai 1906 die Schülerinnen Abschied von ihrem alten Mädchenschulhaus, um dann in einem festlichen Zug von dort zum "neuen Hause" zu gehen. Eine große Menschenmenge erwartete den Zug aus Schülerinnen und Schülern, Lehrern, Gemeinderäten und geladenen Gästen an der Schillerschule. Es wurde gedrängt und geschoben, bis sich unerwartet die Pforten schlossen. Der Festakt fand im Innern der Schule statt. Die wartende Menge blieb draußen und ging ebenso leer aus wie die örtliche Presse, die zur Eröffnung offiziell nicht eingeladen war und wie Friedrich Schiller, der Namensgeber der Schule, den man bei den Reden mit keinem Wort erwähnte. Eine schöne Feier soll es gewesen sein. Endlich öffneten sich die Türen, das Haus konnte besichtigt werden. Die wartende Jugend erhielt Brezeln, die aber offenbar selbst den bescheidensten Ansprüchen nicht genügten.  

Die Freude der Schülerinnen und Lehrer war groß. Endlich konnten sie die beengten Verhältnisse verlassen und jetzt so weite, freundliche und helle Räume beziehen. Schüler der Seminarvorübungsschule erhielten Gastrecht in einigen Zimmern. Die günstigeren Lehrverhältnisse waren allerdings nur von kurzer Dauer, bedingt durch weiterhin stark steigende Schülerinnenzahlen und den heraufziehenden Ersten Weltkrieg.

Dieser brachte viele Störungen und Beeinträchtigungen mit sich. Die Schülerinnenzahl stieg weiter. Es kamen aber keine zusätzlichen Lehrkräfte, ganz im Gegenteil, drei Lehrkräfte wurden als Soldaten abgezogen. So hatten zehn Lehrkräfte den Schulbetrieb mit über 700 Schülerinnen während des ganzen Kriegs zu meistern und das bei kriegsbedingten Sonderaufgaben und Belastungen. Tatkräftig unterstützten die Mädchen im Handarbeitsunterricht die Soldaten. Sie strickten Socken, Handschuhe, Staucher, Kniewärmer und Leibbinden, daneben verrichteten sie verschiedenste Sammeltätigkeiten. Das Gebäude selbst blieb durch die Kriegsereignisse unversehrt. Nach Waffenstillstand musste die Schule für kurze Zeit als Massenquartier für heimkehrende Soldaten dienen. Mit Beginn des Jahres 1919 konnte ein geregelter Unterrichtsbetrieb wieder aufgenommen werden, allerdings waren noch Schüler aus der Knabenschule mit untergebracht. Erst im Jahr 1922 hatte die Ettlinger Mädchenschule das für sie erstellte Heim ganz für sich alleine.

Üblicherweise begann das Schuljahr nach Ostern. Ab Klasse IV erhielten die Schülerinnen 30 Wochenstunden Unterricht, wobei die Unterrichtsstunde 55 Minuten dauerte. Vormittags erteilten die Lehrkräfte vier bis fünf und nachmittags zwei bis drei Unterrichtsstunden, samstags war selbstverständlich Unterricht. Die Schülerzahlen brachten es mit sich, dass die meisten Lehrer Klassenlehrer von zwei Klassen waren und die durchschnittliche Klassenstärke bei rund 50 Schülern lag. So berichtet ein Lehrer, dass er im Jahr 1910 56 Erst- und 54 Zweitklässler zu unterrichten hatte. Die begrenzten räumlichen und personellen Gegebenheiten führten dazu, dass oft Unterricht ausfiel oder nur mit einem Mindestmaß verwirklicht werden konnte.

Gelernt wurde vornehmlich Deutsch, mit rund einem Drittel der Unterrichtszeit. Daneben gab es Rechenunterricht, Religion, Handarbeit, Gesang, Heimatkunde, Geschichte, Geographie, Naturlehre und -geschichte sowie Zeichnen. Fremdsprachen konnte man noch nicht lernen. Neu eingeführt wurde im Jahr 1920 der Turnunterricht. Allerdings mangelte es in den ersten Jahren der Einführung vor allem an den für das Fach ausgebildeten Lehrern und im Winter an den nötigen Kohlen zum Heizen der Halle.

 

Schulleiter: Karl Hofheinz (1893 bis 1906); Karl Baumann (1907 bis 1923); Gottlieb Klein (1924 bis 1930)


1926       Schiller-SCHUL-ZEIT       1946

 

Die Schuljahre 1926 bis 1933 waren geprägt von dem Bemühen der stetigen Weiterentwicklung des Unterrichts und der Volkserziehung. Die Lehrkräfte tauschten sich in Hauskonferenzen über Aufsatzkunde und Rechtschreiben, Naturkunde, Astronomie, den Rechenunterricht, den Gesangs- und Zeichenunterricht sowie das Erstellen von Stoff- und Arbeitsplänen aus. Sie setzten sich für die Gesundheits- und Reinlichkeitserziehung ein. Davon zeugen regelmäßige Untersuchungen der Jugendzahnpflegerinnen, der Kampf gegen die Kopfläuse und das Bemühen um Waschbecken für alle Klassenzimmer. Im Jahr 1934 schloss die Schule dreimal über einen längeren Zeitraum wegen der Gefahr, sich an den bereits an Diphterie Erkrankten anzustecken.
Vielen Ettlingerinnen sind die Heilkräutersammlungen im Gedächtnis geblieben. In Körbchen brachten sie die Kräuter mit zur Schule, die dann auf dem Dachboden zum Trocknen aufgehängt wurden. So mancher erinnert sich auch noch an die Pflanzung der sog. "Hitlerlinde" auf dem Schulhof zum Hitlergeburtstag im Frühling 1943.
Mit dem Schuljahr 1933/34 musste sich auch die Mädchenschule mit nationalsozialistischem Gedankengut auseinandersetzen. Am 21. Juli 1933 wurde das Kollegium über die Verordnung des Bad. Staatsministeriums über die Einführung des Hitler-Grußes informiert. ..."die Schüler und Schülerinnen (haben) zu Beginn und Ende des Unterrichts den Lehrern und Lehrerinnen durch Aufstehen, Einnehmen von strammer Haltung und Erheben des rechten Armes den zum deutschen Gruß gewordenen Hitlergruß (zu) erweisen."2) Im November 1933 wurde die Flaggenhissung zu Wochenbeginn und deren Einholung am Wochenschluss unter Teilnahme aller Schüler angeordnet. Die Lehrer hatten im September 1934 den Treueid gegenüber dem Führer des deutschen Reiches und Volkes, Adolf Hitler zu leisten. Außerdem wurde protokolliert, wie viele Schüler aus den einzelnen Klassen dem B.d.M. (Bund deutscher Mädel) angehörten. Verschiedenste Unternehmungen zur Stärkung der nationalsozialistischen Bewegung fanden statt: gemeinsame Ausmärsche, Feierlichkeiten anlässlich des Geburtstags des Führers usw.

Starke Beeinträchtigungen im Unterrichtsbetrieb traten mit Kriegsbeginn auf. Infolge von großer Kälte und Kohleknappheit fiel der Unterricht im Winter 1940 und 1942 über längere Zeit aus. Ab Sommer 1944 war überhaupt kein geregelter Schulbetrieb mehr möglich. Ständige Luftangriffe und Umnutzung des Gebäudes für Polizei, Gauarbeitsamt und Rüstungsinspektion verhinderten dies. Die Lehrkräfte waren alle in anderen Bereichen eingesetzt. Am 4. April 1945 zog die französische Armee in Ettlingen ein. Das Schulhaus wurde als Kaserne genutzt, das Inventar weitgehend zerstört. Nach Abzug der französischen Truppen nutzten amerikanische Soldaten das Haus. Besonders augenfällig war die von ihnen betriebene Autowerkstatt auf der Südseite des Schulhauses. Zur Einfahrt nutzten sie das durch eine Granate verursachte Loch in der Außenwand.

 

Schulleiter: Gottlieb Klein (1924 bis 1930); Friedrich Dieringer (1930 bis 1932); Gustav Weber 1933 bis 1945)

Kommissarische Schulleitung: Friedrich Spannagel (1932 und 1933); Geierhas (1932 bis 1933)  

1946       Schiller-SCHUL-ZEIT       1966

 

Nach dem Krieg konnte der Unterricht zunächst nur in sehr begrenztem Umfang wieder aufgenommen werden. Sechs Lehr- und zwei Handarbeitssäle standen zur Verfügung, notdürftig hergerichtet, teilweise noch mit kaputten Fenstern. Viele ehemalige Lehrer waren entlassen, zur Ruhe gesetzt oder anderweitig beschäftigt worden. Die Schulleitung wechselte häufig in den ersten Jahren nach dem Krieg. Von Oktober 1946 bis Mai 1947 stand das Schulhaus ausschließlich Flüchtlingen zur Verfügung. Die Schülerinnen waren in der Knabenschule untergebracht.

Große Klassen waren ein Problem, das die Mädchenschule über viele Jahre hinweg begleitet hatte. Bei über 1000 Schülerinnen im Schuljahr 1946/47 lag die durchschnittliche Klassengröße noch bei 45 Schülerinnen. Stark sinkende Schülerinnenzahlen bei gleicher Anzahl von Lehrkräften führten dazu, dass im Jahr 1950 durchschnittlich 35 und im Jahr 1960 noch 30 Schülerinnen eine Klasse besuchten. Endlich war hier Entspannung eingetreten. Die Volksschule veränderte insgesamt in dieser Zeitspanne ihr Gesicht. Zunächst bildete die Mädchenschule Sprachklassen mit Englischunterricht ab Klasse V, ab Klasse VII kam als Kursangebot noch Französisch dazu. Bald darauf startete der erste gemischte Mittelschulzug mit 16 Knaben und 18 Mädchen an der Ettlinger Knabenschule.

Die Förderung der Normalbegabten in acht Schuljahren blieb den Volksschulen vorbehalten, später umbenannt in "Grund- und Hauptschulen". Allerdings wurde die Schulzeit auf neun Schuljahre ausgedehnt und der Fremdsprachenunterricht verpflichtend eingeführt. Zu guter Letzt galten mit dem Schuljahr 1964/65 die alten Ettlinger Bezeichnungen "Buweschul" und "Mädleschul" für die ABC-Schützen nicht mehr. Der Ettlinger Gemeinderat hatte eine Neueinteilung der Schulbezirke genehmigt, was zur Folge hatte, dass an der Schillerschule, der Thiebauthschule und der in Ettlingen-West gebauten Pestalozzischule "gemischte Klassen" gebildet werden konnten.

Am 17. März 1956 beging die Schillerschule ihr 50jähriges Jubiläum. In den Gärten westlich der Schule waren eine Turn- und Pausenhalle entstanden. Dankbar nahm die Schulgemeinde das Geburtstagsgeschenk entgegen. Auf eine kleine Feierstunde folgten verschiedenste turnerische und tänzerische Darbietungen. Abgeschlossen wurde der Festakt mit von der Stadtverwaltung gestifteten Brezeln, die allerdings diesmal von hervorragender Qualität gewesen sein sollen. Ab 1960 wurden verschiedenste Renovierungsarbeiten durchgeführt. Klassenzimmerböden und Wandschränke aus dieser Zeit sind heute noch im Originalzustand erhalten.

Zunehmend Sorge bereitete die Lärmbelästigung durch den pulsierenden Nord-Süd- und Ost-West-Verkehr, der direkt an der Schule vorbeiführte. In einigen Zimmern konnte der Lehrende sich nur durch lautes Schreien verständlich machen. Als eine der ersten Maßnahmen mauerte man die Fenster entlang der Schillerstraße zu.

Nach der stark nationalen Ausrichtung der Erziehung formulierte Schulleiter Zumstein im August 1945, "dass (die Jugend) im Geiste des Christentums, der Völkerverständigung, "der Gleichberechtigung aller Rassen, Religionen und Nationen erzogen werden"3) soll. In dieses Erziehungskonzept passte die Einführung der Sprachklassen und der im Jahr 1950 beginnende Schüleraustausch mit Epernay. Ein weiterer Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit an der Schillerschule lag auf dem musisch-ästhetischen Bereich. Die alljährlichen Abschlussfeiern sowie musikalische Einkehrabende legten Zeugnis eines hohen Niveaus ab.

Schulleiter: Karl Zumstein (1945); Maria Mayer (1945); Valentin Mayer (1945 bis 1946); Karl Zumstein (1946 bis 1950); Berthold Waßmer (1950 bis 1951); Karl Zumstein (1951 bis 1953); Hermann Geisert (1953 bis 1954); Kurt Exner (1954 bis 1964); Erich Grotz (1964 bis 1981)


1966       Schiller-SCHUL-ZEIT       1986

 

Zwei auf Anordnung des Unterrichtsministeriums durchgeführte Kurzschuljahre führten dazu, dass der Schuljahresbeginn ab 1967 im Herbst lag. Unruhige Zeiten drangen in die Schulen. Die Jugend lehnte sich gegen die Autorität der Erwachsenen auf. Der Ruf nach Sexualunterricht in der Schule wurde laut. Jede Lehrkraft erhielt einen Sexualatlas von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Man war sich allerdings an der Schillerschule schnell einig, dass er für die Hand des Lehrers ausgezeichnet, für die der Schüler aber nicht geeignet sei. Die Koedukation wurde nur zögerlich befürwortet. "So muss man sagen, was in der Grundschule eine gute, zeitigt in der Hauptschule eine bittere Frucht!"4) Dennoch setzte sie sich durch. Im Schuljahr 1968/69 wurden 244 Knaben und 233 Mädchen unterrichtet. Die letzte reine Mädchenklasse war ein Jahr zuvor entlassen worden.

In der Grundschule startete ein Versuch zum Fremdsprachenunterricht. Zweimal in der Woche nahmen die Schüler freiwillig an einem Kurs in Französisch oder Englisch teil. Die ersten beiden Schuljahre lief der Unterricht spielerisch und ohne schriftliche Fixierung ab. Erst im dritten Schuljahr wurde mit dem Schreiben und mit einfachen grammatikalischen Übungen begonnen. 1972 war der Versuch erfolgreich abgeschlossen.

Wenn auch eine unmittelbare Weiterführung ausblieb, entsprach doch die dabei entwickelte Konzeption im Wesentlichen der heutigen Methodik und Didaktik des Fremdsprachenlernens. Immer stärker in den Blick rückte die Hauptschule. Durch Leistungsdifferenzierung mit A- und B-Zügen und der stärkeren Betonung der praktischen Fächer versuchten die Verantwortlichen das Hauptschulprofil zu stärken. Die Hauptschüler hatten nun auch eine Abschlussprüfung zu meistern. Die Übergänge an weiterführende Schulen nach dem 9. Schuljahr wurden erleichtert. Hinter all dem stand das Bestreben, das die Hauptschule wieder zur "Haupt"-Schule werden sollte.

Trotz zugemauerter Fenster auf der Ost- und Westseite und einem neuen Fahrbahnbelag war die Belästigung durch Abgase, aber vor allem durch den Fahrzeuglärm unerträglich geworden. "In den Räumen längs der Straßenfronten können sich Schüler und Lehrer nur noch schreiend, das heißt mit gesteigertem Stimmaufwand, einigermaßen verständlich machen"5), berichtet die BNN. Der Zustand war so unerträglich, dass selbst die Stilllegung der Schule erwogen werden musste. Schließlich fand sich aber doch eine Lösung. Die Stadt baute für rund 22000 D-Mark pro Zimmer spezielle Doppelfenster in die zwölf Klassenzimmer auf der Nordseite der Schule ein. "Man meint, in einem Sanatorium sich zu befinden, so still und ruhig ist es in den Räumen geworden, während draußen die Motoren donnern und die Maschinen rattern"6), berichtet die BNN im Jahr 1968.

Eine weit größere Investition tätigte die Stadt im Jahr 1974. Im Hof der Schillerschule erstellte sie einen Pavillon. Nur so war es möglich, die vielen ABC-Schützen, bedingt durch den Bevölkerungszuwachs im Neubaugebiet Neuwiesenreben, an der Schule aufzunehmen. Zwei Jahre später legte sie dann im Süden des Schulhauses noch einen Hartplatz und eine 60 Meter lange Kunststoffbahn mit Sprunggrube an.

Im Jahr 1981 beging die Schule ihr 75jähriges Jubiläum. Zum Fest renovierte man die Schillerbüste und setzte sie wieder auf ihren Platz über dem Hauptportal. Sie war nach dem Krieg entfernt worden, da Schillers Kopf zu viel Schatten in ein Klassenzimmer geworfen hatte. Die Schule beging ihr Jubiläum würdig mit einem Festakt am 23. Mai 1981 in der Aula des Eichendorff-Gymnasiums und einem sich daran anschließenden Tag der offenen Tür mit vielfältigsten Angeboten.

 

Schulleiter: Erich Grotz (1964 bis 1981); Edgar Allinger (1981 bis 2004)


1986       Schiller-SCHUL-ZEIT       2006  

 

Veränderung ist das beständigste Element einer Schule. Dem entzog sich die Schillerschule nicht. Selbstverständlich nahm sie an dem Schulprogramm "Lerne die Sprache des Nachbarn" mit den Klassen 3 und 4 teil. Damit verbunden begann neben dem bereits existierenden Austausch mit Epernay und Löbau ein reger Schüleraustausch mit Klassen aus Weißenburg. Zum Europatag war 1992 die Schillerschule zu Gast in Weißenburg, der Gegenbesuch erfolgte im Jahr darauf. Leider scheiterte die kontinuierliche Fortführung des Schüleraustausches an der Dreizügigkeit der Grundschule. Hierfür fand sich keine entsprechende Partnerschule in Frankreich. Seit dem Jahr 2003/2004 ist Französisch verpflichtend ab der 1. Klasse eingeführt.

Ein zentrales Anliegen der Schule blieb auch in den Jahren von 1987 bis 2006 die Stärkung des Hauptschulprofils. Die Lehrer entwickelten den Unterrichtsbereich "Arbeit-Wirtschaft-Technik" weiter, der die praktischen Begabungen der Schüler fördert. Die sanierte Schulküche und die neu eingerichteten Technikräume unterstützen sie in ihren Anstrengungen. Da der alte Pavillon nicht mehr den Anforderungen von Schall- und Wärmedämmung entsprach, musste er einem Neubau im Jahr 1997 weichen, in dessen Kellergeschoss Technikräume eingerichtet wurden. Projektarbeit und Methodenlernen begriffen die Lehrkräfte Ende der Neunziger als die Chance, die Kompetenzen der Hauptschüler zu stärken. Sie leisteten mit ihren Schülern zusammen im Bereich des Projektunterrichts Pionierarbeit. Heute sind die Projektarbeit und das Methodenlernen zentrale Bereiche des Unterrichts in der Hauptschule.

Seit Mitte der neunziger Jahre gehört das "Freiwillige 10. Schuljahr mit Werkrealschulabschluss" und dem Zusatzunterricht ab Klasse 8 fest zum schulischen Angebot der Schillerschule. Um die Hauptschüler immer besser auf Berufswahl und -ausbildung vorzubereiten, richtete man einwöchige Betriebspraktika ein. Sie finden in Klasse 8 dreimal und in Klasse 9 einmal statt. Außerdem baute die Schule eine Kooperation mit der Albert-Einstein-Schule und der Bertha- von-Suttner-Schule auf, um den Schülern den Übergang ins berufliche Schulwesen zu erleichtern. Mit der Gründung des Fördervereins im Jahr 1990 erhielt die Schule einen tatkräftigen und hilfreichen Partner. Viele Anschaffungen und Unternehmungen wurden erst durch ihn möglich. Seit dem Schuljahr 2005/06 organisiert und unterstützt der Förderverein die Hausaufgabenbetreuung an der Schule. Große Diskussionen setzten ein, als die Auflösung der Heinrich-Magnani-Hauptschule anstand. Deren Schüler und Eltern protestierten. Die Aussicht, an die Schillerschule verlegt zu werden, stieß bei vielen auf Missfallen. Die Auflösung wurde dennoch durchgesetzt. Die Schillerschule nahm einen Teil der Schüler und Lehrer der Heinrich-Magnani-Hauptschule auf. Heute sind die Wunden längst verheilt. Diskussionsstoff bot auch die Einrichtung eines Horts an der Schule. Es zeigte sich jedoch bald, dass hierfür dringender Bedarf bestand. Mittlerweile bietet der Hort im Gebäude Schillerstr. 17 über 40 Kindern Platz.

Selbstverständlich brachte sich die Schillerschule mit vielfältigen Aktionen in das Leben der Stadt Ettlingen ein. Beispielhaft seien zwei genannt. Als die Landesgartenschau in Ettlingen zu Gast war, zogen die Klassen in einer Sternwanderung zum Gartenschaugelände.

Mit tänzerischen und musikalischen Darbietungen erfreuten sie die Besucher. Die "Gartenzwerge" der Schillerschule waren ein besonders beliebtes Fotomotiv. Im Schillerjahr präsentierte die Schule Transparente mit prägnanten Zitaten aus Schillers Glocke an dazu passenden Orten in der Stadt. Daneben fand ein Schilleraktionstag unter dem Motto "Kunst ist ein Flügeltier" statt, bei dem sowohl Inhalte aus Schillers Werken als auch die Kultur zur Zeit Schillers künstlerisch umgesetzt wurden. Die Themen und Beiträge entstanden durch die Zusammenarbeit mit den Eltern, so dass ein gelungenes Fest für die Schulgemeinde entstand.Mit dem größten Kapital, einer guten Erziehung und Bildung, stattete die Schillerschule die heranwachsende Jugend über zehn Jahrzehnte hinweg aus. Ein Grund innezuhalten und zu feiern, um dann nach vorne zu sehen. Möge in einer immer komplexer werdenden Welt die Schillerschule weiterhin ein Ort grundlegender Bildung und Erziehung sein.

Schulleiter: Edgar Allinger (1981 bis 2004); Johann Schwarz-Hemmerling (seit 2004)

entnommen aus:

1) Chronik F. Riede, Ettlinger Mädchenschule

2) Verkündigungsbuch 1933 - 1939

3) Verkündigungsbuch 1944 - 1951

4) Chronik 1964 -1981

5) BNN vom 12. November 1964

6) BNN vom 20. Januar 1968

 

Termine

Sommerferien
25.07 - 10.09.2019
Pfingstferien
08.06. – 22.06.2019
Schulfreier Tag
31.05.2019
 
Osterferien
13.04
.
 – 27.04.2019
Anmeld. Werkrealschule Kl. 5
13.03.2019, 10.30 - 14.00 Uhr
14.03.2019, 12.00 - 15.00 Uhr

Info Werkrealschule Klasse 5 
18.02.2019, 18.00 Uhr

Winterferien
02.03. – 09.03.2019
Anmeldung Schulanfänger
11.02.2019, 12.30 - 15.00 Uhr
12.02.2019, 07.30 - 09.00 Uhr

Infoabend Schulanfänger
21.01.2019, 19.00 Uhr

Weihnachtsferien

22.12. – 05.01.2019
Adventsbasar
n.n. 
Herbstferien
27.10. – 03.11.2018
Sommerferien
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