Tolles Gemeinschaftsprojekt sorgt fuer gute Luft im Klassenzimmer

Tolles Gemeinschaftsprojekt sorgt für gute Luft im Klassenzimmer

"AHA-L" heißt die Formel, mit der schon seit langer Zeit versucht wird, sich im Alltag gegen das Corona-Virus zu wappnen, und dies gilt natürlich auch für die Schulen - wenn sie denn offen sind. Die Stadt Ettlingen hat nun für die Klassenzimmer der hiesigen Bildungseinrichtungen Messgeräte beschafft, die anzeigen können, wie hoch der Anteil ausgeatmeter Luft im Raum aktuell ist. Natürlich wurde auch schon bisher auf regelmäßiges und häufiges Lüften geachtet, als Richtwert galt dabei, dies alle zwanzig Minuten zu tun. Durch die neuen CO2-Ampeln steht nun aber ein zusätzliches Instrument zur Verfügung, um rechtzeitig mit frischer Luftzufuhr reagieren zu können - und davon werden die Ettlinger Klassenzimmer bestimmt nicht nur in der Pandemie, sondern auch nach deren herbeigesehnter Überwindung profitieren.

An der Schillerschule hat man die Einführung der neuen Geräte kurzerhand zu einem fächerübergreifenden Projekt gemacht,

nicht zuletzt deshalb, weil es sich bei den vom Umwelt-Campus Birkenfeld in Zusammenarbeit mit der Universität Trier entwickelten CO2-Ampeln um einen Bausatz handelt, der zunächst montiert und funktionstüchtig gemacht werden muss. Viele Schüler und Lehrkräfte der Werkrealschule waren beteiligt: Technik-Lehrer Joachim Partyka kümmerte sich um nicht weniger als 1512 Lötstellen, bevor die Geräte unter seiner Anleitung dann im Fach NuT von Siebt- und Neuntklässlern zusammengebaut wurden, während AES-Lehrerin Tanja Dworschak und MNT-Lehrer Jens Kramer die Themen "Luft als freies Gut" und "Kohlendioxid" in ihrem Unterricht beleuchteten. ITG-Lehrer Bernd Weiss programmierte die Messinstrumente mit der entsprechenden Software und erstellte überdies einen Film über das gesamte Projekt, der durch Musik der Schulband "Deadline" vertont wurde, die von Musik-Lehrerin Sabine Junger geleitet wird. Hausmeister Ronald Breunig schließlich installierte die fertig präparierten Geräte in 27 Klassenzimmern.

Ein tolles Signal in dieser schwierigen Zeit: Ideen haben, Mitstreiter suchen, zusammen etwas auf die Beine stellen, gemeinsame Lösungen finden. Dies ist ein Paradebeispiel dafür, wie man den aktuellen Herausforderungen etwas entgegensetzt, indem man zusammenarbeitet und so für handfesten Fortschritt sorgt. Ein großes Dankeschön gilt somit der Stadt Ettlingen, dem Umwelt-Campus Birkenfeld sowie allen beteiligten Schülern und Lehrkräften!